User-CALs und Device-CALs: Anzahl ermitteln

Verwaltung von Client Access Licenses (CALs) mit LOGINventory

Wie Sie Client Access Licenses (CALs) im Lizenzmanagement von LOGINventory verwalten und damit herausfinden, wie viele User-CALs oder Device-CALs Sie für Microsoft Windows Server, Exchange Server, SharePoint Server oder SQL Server benötigen, zeigen wir Ihnen im heutigen Blogeintrag.

Das prinzipielle Vorgehen in LOGINventory ist dabei für alle möglichen Fälle gleich: Sie benötigen einen Zahlenwert, der angibt wie viele CALs verbraucht werden, und eine Anzahl der in Ihrem Unternehmen vorhandenen CALs. Aus der Differenz kann dann ermittelt werden, ob Sie unter- oder überlizenziert sind, oder bereits über die richtige Anzahl verfügen. Die Anzahl der CAL-Verbraucher lässt sich dabei in LOGINventory natürlich dynamisch durch eine Abfrage berechnen.

Anzahl der User-CALs ermitteln

Um beispielsweise den Lizenzstatus der User-CALs für Windows Server zu berechnen, kann wie folgt vorgegangen werden: Zunächst wird eine Abfrage benötigt, welche die entsprechenden Benutzer einer User-CAL für Windows Server ausgibt. Es empfiehlt sich dafür eine entsprechende Benutzergruppe des Active Directory (AD) zu verwenden. Insbesondere durch die rekursive Auflösung der Gruppenmitgliedschaften kann so aufwandsarm sichergestellt werden, dass - auch beim Anlegen neuer Benutzer - die Berechnung stets korrekt ist. Die Benutzergruppen sind in LOGINventory natürlich direkt als Abfrage referenzierbar.

Eine andere Methode zur Ermittlung der User-CAL-Benutzer ist, eine entsprechende Abfrage selbst zu definieren. So kann mit Hilfe von Filterbedingungen, die Gruppe aller Benutzer immer weiter eingeschränkt werden (z.B. Name enthält nicht "admin", Account ist nicht "disabled",…).

Es wird jedoch die Verwendung der AD Gruppe empfohlen, in unserem Fall wird die Gruppe "LOGINUserCal-WindowsSrv" verwendet. Diese kann dann per Rechtsklick zum Lizenz-Management hinzugefügt werden.

Eine Benutzergruppe zum Lizenzmanagement hinzufügen

Im Reiter "Produkt & Version" muss nichts weiter eingestellt werden, und im Reiter "Einstellungen" sehen Sie, dass als Metrik "Lizenzierung über Mitgliedschaften in Benutzergruppen pro Benutzer" korrekt ausgewählt wurde:

Auch hier müssen keine weiteren Einstellungen vorgenommen werden und es ist nur noch nötig im Reiter "Lizenzen" einzutragen, über wie viele User-CALs Sie verfügen:

Nun kann die Lizenzverteilung betrachtet werden. In diesem Beispiel fällt auf, dass augenscheinlich 4 Lizenzen fehlen.

Lizenzverteilung der User-CALs

Es empfiehlt sich jedoch immer beim Lizenzmanagement die Daten zunächst kritisch zu prüfen und dann zu handeln. So kann es beispielsweise sein, dass in der AD-Gruppe Benutzer fälschlicherweise eingetragen sind und sich dadurch die vermeintliche Unterlizenzierung schon beheben lässt. Falls alles korrekt ist, würden hier 4 zusätzliche User-CALs benötigt.

Um die Anzahl der User-CALs für Exchange Server zu ermitteln, liefert LOGINventory den nötigten Abfrage-Knoten direkt mit. Dabei wird davon ausgegangen, dass jede Person über eine Mailbox verfügt.

Mitgelieferte Baumstruktur zu Microsoft Exchange

Jede Person, die Exchange nutzt, benötigt eine Exchange-CAL und jede Person, die zusätzlich Enterprise-Features der Mailbox benutzt, eine Enterprise-CAL zusätzlich. Diese zwei Knoten können im Lizenz-Managements direkt als Quelle für die automatische Zählung benutzt werden, indem ein neues Produkt zum Lizenz-Management hinzugefügt wird und als Metrik "Eigene Lizenzzählung" ausgewählt wird.

Produktkonfiguration für Exchange Mailboxen

Hier lassen sich gegebenenfalls auch Korrekturfaktoren hinterlegen (Neue Zeile, Eintrag bei Konstante Anzahl, Rechenoperation wählen).

Anzahl der Device-CALs ermitteln

Das Vorgehen zur Ermittlung der benötigten Geräte-CALs ist gleich, wie zuvor bei den Nutzer-CALs. Diesmal wird jedoch eine Abfrage benötigt, die die Geräte zählt, die eine Lizenz benötigen. Das sind für den Zugriff auf einen Windows Server im Allgemeinen alle von LOGINventory erfassten Geräte, außer der Server selbst, weshalb des Assets-Knoten in vielen FÄllen hierfür verwendet werden kann. Falls nicht fast alle Geräte aus dem Assets-Knoten verwendet werden sollen, lohnt es sich eine Kopie des Knotens anzulegen und mit Hilfe von Filterbedingungen die Menge der Assets einzuschränken.

Der Knoten muss jetzt noch dem Lizenz-Management hinzugefügt werden, indem unterhalb des Knoten "Lizenz-Management" ein neues Produkt angelegt wird. Die Metrik kann nun auf "Eigene Lizenzzählung" geändert werden. Dann muss in der "Quelle für automatische Zählung" der Assets-Knoten oder die entsprechend angepasste Kopie ausgewählt werden. Wenn wir davon ausgehen, dass 2 Server DNS- und DHCP-Dienste anbieten, dann benötigen diese keine Geräte-CALs. Deswegen wir in einer neuen Zeile bei Konstante Anzahl "2" eingegeben und als Rechenoperation "Subtraktion" ausgewählt, wodurch von der dynamisch berechneten Anzahl im Assets-Knoten stets 2 abgezogen werden:

Eigene Lizenzzählung für Device-CALs

Jetzt können wie gewohnt noch die im Unternehmen vorhandenen Geräte-CALs im Reiter "Lizenzen" eingetragen werden.

Dann sehen Sie in der Übersicht die Berechnung der Lizenzverteilung, können den Knoten im Lizenzmanagement aussagekräftig umbenennen und nach einer kritischen Prüfung der Zahlen geeignete Maßnahmen treffen.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema oder wünschen genauere Erläuterung zu einem Aspekt? Lassen Sie einfach einen Kommentar da und wir versuchen Ihnen schnellstmöglich bei Ihrem Anliegen zu helfen.

2 thoughts on “User-CALs und Device-CALs: Anzahl ermitteln

    • 9. November 2016 um 13:35
      Permanentlink

      Hallo,

      Generell werden die Anlagen in LOGINventory verlinkt. Man kann dafür entweder direkt für den Lizenzeintrag oder das Produkt eine eigene Eigenschaft mit beliebigem Namen (Bsp. „RechnungsUrl“ o.ä.) definieren und die dementsprechende Url eintragen oder die Dokumente (per Drag&Drop aus dem Dateisystem) direkt über „Externe Ressourcen“ dem jeweiligen Produkt (bzw. der Version) zuweisen.

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