Offline-Agent: Funktion und Einstellungen

Erfassen von Rechnern außerhalb des LANs

Der LOGINventory Offline-Agent kann auf Windows-Rechnern benutzt werden, die selten oder nie im LAN sind, aber trotzdem inventarisiert werden sollen. Wie Sie den Agenten konfigurieren, sodass die Daten des Rechners an LOGINventory übertragen werden, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Da mit den Standard-Erfassungsmethoden nur Geräte erfasst werden können, die im Netzwerk verfügbar sind, ist eine zusätzliche Erfassungs-Variante nötig, um beispielsweise Laptops von Außendienstmitarbeitern regelmäßig zu inventarisieren. LOGINventory stellt hierfür den Windows Offline-Agenten bereit. Dieser sorgt dafür, dass die entsprechenden Rechner sich selbstständig erfassen, diese Daten lokal puffern und bei vorhandener Netzwerkverbindung die gepufferten Daten selbstständig an den LOGINventory Rechner senden.

Dazu muss der Offline-Agent zuerst über die LOGINventory Konfiguration so konfiguriert werden, dass für die drei verschiedenen Windows Firewall-Profile jeweils eine URL und Anmelde-Daten hinterlegt werden. Die Konfigurations-Daten werden zusammen mit den MSI-Setups in einem administrativen Installations-Punkt (AIP) zur Verfügung gestellt – also einem Verzeichnis, aus dem die administrative Installation ausgeführt werden kann.

Konfiguration des Offline Agenten

Nachdem ein Pfad für den AIP ausgewählt wurde, kann mit der Konfiguration begonnen werden. Falls später noch Änderungen daran vorgenommen werden, muss der Agent aktualisiert werden.
Im ausgewählten Ordner entstehen mehrere Dateien, die alle zur Installation benötigt werden, darunter die entsprechenden MSI-Pakete für 32-bit und 64-bit Systeme:

Odner Inhalt Offline Agent

Zur Installation muss dann das passende Paket direkt aus dem AIP gestartet werden.

In der Konfiguration selbst kann eingestellt werden, wie die Datenübertragung für jedes Firewall-Profil geschehen soll. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Die bei Öffentlich und Privat eingestellten URLs müssen vom Client aus (z.B. Internet) erreichbar sein; dies kann z.B. mittels Port-Forwarder, Reverse Proxy oder DMZ-Server realisiert werden.
  • Wird ein Port-Forwarder auf den LOGINventory Rechner konfiguriert, dann muss hier das LOGINventory Webinterface sowie ein Zertifikat für https installiert werden.
  • Der Empfang der Daten ist zusätzlich auch mittels ASPX oder PHP möglich. Dazu kann der Button Upload Script Vorlagen erstellen verwendet werden. Diese Script-Dateien können dann noch ggf. angepasst werden.

Ist der Offline-Agent auf einem Rechner installiert, so werden jeden Tag zwei „geplante Aufgaben“ zur Inventarisierung mittels LOGINfo.exe ausgeführt, und zwar:

  • um 10:00 im Benutzer-Kontext eines angemeldeten Users
  • um 20:00 im System-Kontext, also auch, wenn kein Benutzer angemeldet ist.

Ist der Rechner zu diesen Zeiten ausgeschaltet, werden die Scans innerhalb 24 h nachgeholt. Findet der Dienst LOGINventory Offline-Agent im lokalen Datenverzeichnis neue Inventardateien (*.inv), und es existiert eine Netzwerkverbindung, dann wird kurz darauf versucht, diese Dateien an die in der Konfiguration definierte, und zum aktuellen Firewall-Profil passende URL zu übertragen und ein SelfUpdate durchzuführen. Das SelfUpdate sorgt dafür, dass der Offline Agent und die .script-Dateien auf die neuste Version aktualisiert werden. Dazu müssen diese auf dem Server in ein Archiv OfflineAgent.zip gepackt werden und in dem Script-Unterverzeichnis im Daten Verzeichnis abgelegt werden.

Über die Schaltfläche OfflineAgent.zip für Selfupdate erstellen wird dieser Vorgang automatisch ausgeführt. Bei Verwendung eines anderen Webservers müssen Sie diese Datei ebenfalls manuell auf diesen Server kopieren. Ein Update dieser Dateien beim Offline Agent erfolgt dann automatisch bei der nächsten Verbindung, aber maximal einmal täglich.

Wenn alles korrekt eingerichtet ist, inventarisieren sich die entsprechenden Geräte also zwei Mal täglich und senden dann die Daten an das LOGINventory Datenverzeichnis. Sie können in der Assets-Liste in der Spalte LastInventory.Agent sehen, mit welcher Erfassungsmethode das Gerät zuletzt inventarisiert wurde (hier: „Local“) und an Hand des LastInventory.Timestamp auch den Zeitpunkt überprüfen.

Falls Sie weitere Erklärungen benötigen, lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen, oder kontaktieren Sie direkt unseren Support!

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